Corporate Identity – Machen Sie Ihr Unternehmen einzigartig!

Führen Sie sich folgendes Szenario vor Augen: Am 9. November 1989 wird die Berliner Mauer nach 28 Jahren geöffnet. Bereits am nächsten Tag verteilen Mitarbeiter von Coca-Cola ihr Getränk in Ostdeutschland – es wird zum Verkaufshit. Was machte ausgerechnet ein koffeinhaltiges Süßgetränk zum Exportschlager in den neuen Bundesländern? Die Antwort liegt in einer Corporate Identity mit ungeheurer Strahlkraft. Für die Menschen aus Ostdeutschland symbolisierte Coca-Cola die Freiheit und den Wohlstand des Westens. Auch heute noch verkörpert sie ein hedonistisches Lebensgefühl, mit dem sich die Zielgruppe gerne identifiziert.

Dem Konzern ist das gelungen, wonach jedes Unternehmen strebt: Eine einzigartige Identität zu schaffen, die aus dem Wettbewerb hervorsticht und Kunden an die Marke bindet. Die Entwicklung einer unverwechselbaren Corporate Identity ist das sicherste Erfolgsrezept für jede Firma – ganz unabhängig von ihrer Größe. Wir zeigen Ihnen, wie auch Ihr Unternehmen zu einer Erfolgsstory wird.

Was ist eine Corporate Identity?

Alle Menschen unterscheiden sich in Aussehen und Persönlichkeit, Verhaltensweisen und Handlungsmustern. Auch ein Unternehmen kann wie eine einzelne Person wahrgenommen werden und sich durch seinen Auftritt nach Innen und Außen vom Wettbewerb differenzieren. Firmen prägen ihre eigene Identität aus, die jegliches Handeln bestimmt: die Corporate Identity, kurz CI.

Corporate Identity Definition

Corporate Identity bezeichnet ein komplexes strategisches Konzept, welches inhaltlich und formal alle Unternehmensaktivitäten bestimmt, um eine unverwechselbare Persönlichkeit zu schaffen und die Akzeptanz der Leistungen zu steigern.

„Corporate Identity ist die gelebte Wertewelt eines Unternehmens, die es nach innen und außen zu kommunizieren gilt.“

In der CI sind also sämtliche Charakteristika und Merkmale eines Unternehmens zusammengefasst, die es definieren und von anderen Firmen unterscheiden. Eine CI dient der Selbstdarstellung und macht unverwechselbar. Dabei ist sie kein statischer Zustand. Wie auch die Identität einer Person verändert sie sich im Laufe der Zeit. Im Gegensatz zum persönlichen Selbstbild wird das Selbstbild eines Unternehmens jedoch bewusst herausgearbeitet, kommuniziert und, wenn nötig, komplett neu entwickelt.

Warum brauchen wir eine Corporate Identity?

Eine positive Wahrnehmung ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für geschäftlichen Erfolg. Denn was nützen die hochwertig produzierten Produkte oder die herausragende Expertise, wenn diese Vorzüge nicht nach außen getragen werden? Doch allein die eigenen Leistungen anzupreisen genügt nicht, um sich aus der Masse an Wettbewerbern hervorzuheben. Entscheidend ist das Unternehmen, das dahinter steht.

So ziemlich jede Firma hat eine Philosophie oder verfügt zumindest über Leitlinien, an denen sich interne wie externe Handlungsweisen ausrichten. Jedoch sind sich nicht alle Unternehmer darüber bewusst, dass ihr Handeln und das ihrer Mitarbeiter ihnen eine Identität verschafft, die von Kunden und Geschäftspartnern wahrgenommen wird – ob positiv oder negativ. Nur wer gezielt an der Herausbildung einer CI arbeitet, wird die Früchte einer erfolgreichen Strategie ernten.

“Corporate Identity is expensive. No Corporate Identity is even more expensive.”

Ben Bos, Grafikdesigner

Kunden müssen gegenüber einem Anbieter eine gewisse Sympathie empfinden, um sich an ihn binden zu wollen. Man kennt das von der Partnersuche. Allein eine hübsche Verpackung reicht bekanntlich nur selten aus für eine langfristige, harmonische Verbindung. Die vermeintliche Floskel von den ach so wichtigen inneren Werten trifft es ziemlich gut: Die Corporate Identity verkörpert die inneren Werte Ihres Unternehmens und entscheidet darüber, wie erfolgreich Sie Kunden oder Partner finden, binden und halten.

Nutzen einer Corporate Identity

InternExtern
Vereinfachte ProzesseEinheitliches Erkennungsbild
Vereinfachte KommunikationQualitätsversprechen
LanglebigkeitNachhaltigkeit

Vereinfachte Prozesse

  • Klare Rahmenbedingungen für (neue) Mitarbeiter
  • Orientierung an Prozessstandards
  • Klare Gestaltungsvorgaben
  • Zuverlässigere Arbeiten durch Simultanität

Vereinfachte Kommunikation

  • Kundenkontakt nach Leitfäden
  • Einheitliche Kommunikationssprache
  • Verbesserter Kundenservice

Langlebigkeit

  • Corporate Identity = langfristiger roter Faden für Unternehmensleitbild

Einheitliches Erkennungsbild

  • Wiedererkennungswert Ihrer Produkte
  • Unterscheidung vom Wettbewerb
  • Sympathie für Marke/Unternehmen
  • Kunden wissen, was sie erwartet

Qualitätsversprechen

  • Signalisiert Kunden und Partnern Zuverlässigkeit
  • Festgelegte Prozesse und Standards schaffen Vertrauen

Nachhaltigkeit

  • Kunden gewinnen und langfristig binden
  • Stabile Geschäftsbeziehungen

Was gehört zu einer Corporate Identity?

Der Begriff Corporate Identity ist äußerst weitreichend und umfasst mehr, als man zunächst vermuten mag. Dazu gehören die Unternehmensphilosophie und -kultur, das Logodesign und die Gestaltung der Geschäftsausstattung, die Kommunikation nach außen, das Webdesign bis zum Erscheinungsbild der Geschäftsräume – und noch viel, viel mehr. Um den Überblick nicht zu verlieren, ist es hilfreich diesen riesigen Themenbereich in vier Bausteine zu untergliedern:

  1. Corporate Culture – Werte und Normen eines Unternehmens
  2. Corporate Behaviour – Mitgliederverhalten eines Unternehmens
  3. Corporate Design – optischer Stil, Erscheinungsbild
  4. Corporate Communication – medienbezogenes Verhalten
Die Corporate Identity besteht aus vier Bausteinen.

Corporate Culture

Die Corporate Culture umfasst das gesamte Normen- und Wertesystem eines Unternehmens. Sie befasst sich mit der moralischen und ethischen Ausrichtung, aber auch mit den Handlungsweisen und Grundvariablen, auf denen die Firmenkultur basiert. Aus der Corporate Culture werden sowohl die Corporate Behaviour als auch die Corporate Communication und das Corporate Design abgeleitet.

Die Corporate Culture umfasst Werte, Normen und Einstellungen.

Die Herausbildung der Unternehmenskultur ist häufig eng mit der Geschichte des Betriebs verknüpft. In den meisten Fällen ist es der Gründer, der mit seinen Werte- und Moralvorstellungen die Philosophie (Corporate Philosophy) prägt und damit den Grundstein für die weitere Ausrichtung legt. Dieses Gefüge aus Normen und Werten verfestigt sich mit der Zeit und wird jeder Generation an Mitarbeitern vermittelt.

„Jedes Unternehmen hat ein Profil, eine Persönlichkeit. Und genau diese Persönlichkeit bestimmt maßgeblich den wirtschaftlichen Erfolg oder Misserfolg.“

Stephan Heller, CEO Fincompare

Trotzdem ist die Corporate Culture kein unveränderliches Konstrukt, sie kann sich an wandelnde Bedingungen anpassen. Es ist sogar empfehlenswert, die Unternehmenskultur nachhaltig und aktiv zu gestalten, um in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein. Auch kann sich die Corporate Culture ruckartig verändern, etwa bei einem Wechsel des Eigentümers.

Unternehmenskultur bindet Mitarbeiter

Durch die Förderung von Normen und Werten verstärken Sie die Bindung Ihrer Mitarbeiter zum Unternehmen. Es gibt verschiedene Instrumente, die Sie einsetzen können, damit sich die Mitarbeiter mit der Firma identifizieren.

Instrumente zur Mitarbeiterbindung:

  • Freiwillige Sozialleistungen
  • Weiterbildungsmaßnahmen
  • Aufstiegschancen
  • Firmenwagen
  • Betriebssport
  • Work-Life-Balance
  • Teambuilding-Maßnahmen
  • Beteiligung an Entscheidungsprozessen

„If people believe they share values with a company, they will stay loyal to the brand.“

Howard Schultz, ehem. CEO von Starbucks

Best Practice: Beispiele für Corporate Culture

IBM

Die IBM ist ein Unternehmen, das bereits früh in seiner Geschichte Unternehmensgrundsätze einführte, die bis heute gelten. Der Sohn des Firmengründers, Thomas Watson jr., hielt diese Grundsätze fest und verankerte sie in der Unternehmenskultur von IBM.

Unternehmensgrundsätze IBM:

  • Achtung vor dem Einzelnen
  • Dienst am Kunden
  • Spitzenleistung – das Leitmotiv
  • Effektive Führung
  • Verpflichtung gegenüber den Aktionären
  • Faires Verhalten gegenüber Lieferanten
  • Verantwortung gegenüber der Gesellschaft

„Ich bin überzeugt, dass jedes Unternehmen, um zu überleben und erfolgreich zu sein, einen gesunden Bestand an Grundüberzeugungen braucht, von denen es sich bei allen Entscheidungen und Maßnahmen leiten lässt.“

Thomas Watson jr.

BMW

BMW ist dafür bekannt, weltweite Mitarbeiterbefragungen durchzuführen, die mit einer Rücklaufquote von durchschnittlich 86 % recht aussagekräftige Ergebnisse liefern. Die Auswertungen zeigen, dass sich 91 % der Mitarbeiter mit dem Unternehmen identifizieren, was auf eine intensiv gelebte Unternehmenskultur deutet. Im Gegenzug investiert der Konzern hohe Summen in den Arbeits- und Gesundheitsschutz.

Jedoch sind die Befragungen auch Ausgangspunkt für Veränderungen. 2018 gab rund die Hälfte der Mitarbeiter an, mit den Prozessen bei BMW unzufrieden zu sein. BMW-Betriebsratschef Manfred Schoch reagierte darauf mit der Forderung, neue Entwicklungen zu beschleunigen und die Digitalisierung stärker voranzutreiben. Das Feedback der Angestellten ist für die Unternehmensführung also tatsächlich ein wichtiger Indikator.

Google

2018 wurde Google zur Firma mit der besten Unternehmenskultur gekürt. Die Auszeichnung verwundert nicht, schließlich ist der Tech-Gigant für sein spezielles Arbeitsumfeld und den teuren Silicon Valley Campus bekannt. Neben kostenlosen Mahlzeiten und Massagen für Mitarbeiter gibt es zahlreiche weitere Faktoren, die zu dieser Auszeichnung geführt haben: Flexible Arbeitszeiten und Arbeitsplätze, ein kreatives Umfeld, feste Unternehmenswerte, ständige Innovation, Fokus auf Work-Life-Balance und die Mitarbeiterzufriedenheit – und man darf sogar den Hund mit zur Arbeit bringen!

Corporate Behaviour

Die Corporate Behaviour umfasst das Verhalten, das alle Mitglieder des Unternehmens intern sowie extern an den Tag legen. In erster Linie betrifft dies die direkten Interaktionen mit anderen Personen: Intern sind es die Kollegen und Führungskräfte, extern sind es Kunden, Partner oder Lieferanten. Die Corporate Behaviour spielt daher eine große Rolle dabei, wie die Grundstimmung innerhalb des Betriebs ist und wie sympathisch das Unternehmen von außen wahrgenommen wird.

Die Corporate Behaviour beschreibt das interne und externe Verhalten des Unternehmens.

„Corporate Behaviour ist ein Versprechen, das Sie durch Ihre Unternehmensphilosophie gegeben haben.“

Experten unterteilen den Bereich gelegentlich in weitere Bausteine. So werden der Führungsstil und die Preispolitik dem instrumentalen Verhalten zugeordnet, die Beziehungen zu Personen dem personenbezogenen Verhalten. Auch eine Unterteilung nach Themengebieten ist möglich: Monetäres Corporate Behaviour bezieht sich auf Vertriebswege, Preisgestaltung und andere Bereiche, die dem Unternehmenszweck direkt dienen. Nichtmonetäres Corporate Behaviour umfasst die sozialen Aspekte, beispielsweise den Umgang mit Stakeholdern.

Ihr Verhalten spricht sich herum

Corporate Behaviour hat einen direkten Einfluss auf das Image. Ein vorbildliches Verhalten gegenüber Kunden und Partnern spricht sich herum, ein mangelhaftes jedoch auch – und kann den Ruf dauerhaft schädigen.

Es empfiehlt sich also Richtlinien für den Auftritt nach innen und außen festzulegen (Code of Conduct) und Beschwerden über unangemessenes Verhalten ernst zu nehmen. Zudem gilt: Ehrlich währt am längsten. Wer sich in der Öffentlichkeit als umweltfreundlich und mitarbeiterorientiert gibt, diese Werte aber gar nicht lebt, sorgt für Misstrauen und Unmut. Die kommunizierte Unternehmensphilosophie sollte daher authentisch und echt sein.

Der Code of Conduct ist der gültige Kodex, in dem die Verhaltensgrundsätze eines Unternehmens festgehalten werden. Intern gehören dazu z.B. Arbeitszeiten, Einhaltung der Mitarbeitergespräche und Weiterbildungsmöglichkeiten. Externe Themen sind beispielsweise die faire Beratung von Kunden, Bedingungen für Verträge, die mit Lieferanten ausgehandelt werden sowie Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit.

Corporate Design

Das Corporate Design (CD) ist die visuelle Identität innerhalb der Corporate Identity. Es bezeichnet die einheitliche optische und grafische Gestaltung durch Marke, Design, Layout und Architektur. Jeder Schritt nach außen ist Teil einer Einheit, die der Zielgruppe ein klares Image, aber auch die USPs des Unternehmens vermittelt. Interne Bestandteile des CD sind Corporate Clothing, das Bürodesign und die Gestaltung des Intranets. Auf externer Seite gehören Briefbögen und Visitenkarten ebenso dazu wie die Firmenhomepage, der Leistungsflyer oder das Produktdesign.

Das Corporate Design (CD) ist die visuelle Identität innerhalb der Corporate Identity

„Designing a product is designing a relationship.“

Steve Rogers, Interaction Designer

Das Corporate Design ist ein Hauptmerkmal der Unternehmenskommunikation und muss als solches auf lange Sicht geplant werden. Es muss die Identität des Betriebs perfekt und vor allem werbewirksam vertreten. Um eine möglichst effiziente Kommunikation der Corporate Identity gewährleisten zu können, sollten die einzelnen visuellen Basiselemente sowie exemplarische Anwendungen in Form eines Corporate-Design-Manuals dokumentiert und Nutzern, wie Druckereien, Werbeagenturen und Partnern, zur Verfügung gestellt werden.

Für die professionelle Entwicklung Ihres CD empfehlen wir Ihnen die Zusammenarbeit mit einer Designagentur, die Ihnen auch ein entsprechendes Manual zusammenstellen kann.

84 %

der Markenmanager zählen CD zu den wichtigsten Instrumenten der Markenführung

49 %

der Firmen finden, dass ihr Produktdesign die Markenstrategie nicht ausreichend widerspiegelt

45 %

der Unternehmen haben keine markentypische Designsprache bzw. ein Designleitbild

Corporate Design: Logos, Wort- und Bildmarken

Erfolgreiche Unternehmen sprechen durch ihre Logos. Schon ein Blick genügt, um den angebissenen Apfel, die blaue Taube und das gelbe M mit Apple, Twitter und McDonald’s in Verbindung zu bringen. Es entsteht eine unmittelbare Assoziation mit den Produkten, Leistungen und dem Spirit, für den das Unternehmen steht. Unterschieden wird beim Firmenlogo zwischen Bild-Marken, Wort-Marken sowie Wort-Bild-Marken.

Bild-Marken

Apple: Die Natürlichkeit des Apfels bildet einen ironischen Gegensatz zu der „Künstlichkeit“ der Computer. Zudem vermittelt die Silhouette Biss, was auf Englisch („Bite“) genauso klingt wie „Byte“.

Twitter: „To twitter“ ist Englisch für „zwitschern“, und das tun Vögel bekanntlich. Hier wird die altertümliche Kommunikation per Brieftaube durch den modernen digitalen Kurznachrichtendienst ersetzt.

Nike: „Swoosh“ nennt sich das Symbol des bekannten Schuh- und Sportartikelherstellers. Das Logo vermittelt Dynamik und wurde von der damaligen Grafikdesign-Studentin Carolyn Davidson entwickelt.

Wort-Marken

MEAT IN

Das Breitband-Format wurde im Hinblick die Gestaltung des Magazin-Covers gewählt.

Theater am Dom

Alt:

Neu:

Das neue Logo wurde reduziert und eignet sich dank des quadratischen Formats hervorragend für den Einsatz in Sozialen Medien.

Wort-Bild-Marken

advola GmbH

In dem Logo werden sowohl die Unternehmenswerte als auch der zeitsparende Effekt (Uhren-Grafik) der Personaldienstleistung kommuniziert.

Corporate Design Anwendungen

Anwendung findet das CD bei allen Medien und Publikationen, zum Beispiel: Briefpapiere, Visitenkarten, Stempel, Flyer, Plakate, Präsentationen, Unternehmenswebseite, Banner, Schilder, Fahnen, Social Media. Zum CD können auch akustische Auftritte (Corporate Sound), wie Werbe-Jingles, oder olfaktorische Reize (Corporate Smell) gehören. Das „Duftmarketing“ dürfte wohl jeder schon einmal bei Douglas oder im Body Shop wahrgenommen haben, auch diverse Imbiss-Ketten haben oft ihr ganz eigenes Geruchsprofil.

Ebenfalls spielt das Thema Dynamic Branding eine Rolle. Dabei werden visuelle Elemente entwickelt, die auf unterschiedliche Kontaktpunkte und Zielgruppen angepasst werden können – ohne die Unternehmensidentität völlig zu verändern. Bestimmte Elemente, seien es die Wortmarke oder die Farbauswahl, bleiben erhalten, um den Wiedererkennungswert der Marke zu gewährleisten.

Corporate Communication

Die Hauptaufgabe der Corporate Communication liegt in der internen und externen Verbreitung der Werte und Normen des Unternehmens. Sie ist die kommunikative Firmenidentität und dient als Kommunikationskonzept, an dem sich alle Mitarbeiter orientieren. In welchem Stil werden Kunden angesprochen? Wie werden Pressemitteilungen oder Newsletter formuliert? Für diese und viele weitere Fragen müssen Richtlinien festgelegt werden, die sich über sämtliche Kontaktpunkte hinweg zu einer einheitlichen Strategie zusammenfügen.

Die Corporate Communication ist die kommunikative Firmenidentität.

„The stronger the dialogue, the stronger the brand. The weaker the dialogue, the weaker the brand.”

Larry Webber, Marketingexperte und Unternehmer

Interne Kommunikation

Die Corporate Communication beginnt auf der Führungsebene. Eine fehlende oder mangelhafte Kommunikation seitens der Geschäftsführung ist eines der häufigsten Probleme innerhalb von Unternehmen. Entscheidungen werden nicht oder zu spät mitgeteilt, wichtige Informationen werden nicht weitergeleitet. Das sorgt für Unmut in der Belegschaft und entfacht schnell ein Lauffeuer, das nur schwer zu löschen ist.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die interne Kommunikation zu verbessern. Gerade in größeren Betrieben lohnt sich die Veröffentlichung einer eigenen Mitarbeiterzeitschrift, in der aktuelle Ereignisse aufbereitet und wichtige Informationen verbreitet werden. Auch ein gepflegtes Intranet hilft dabei die Kommunikation innerhalb Ihres Unternehmens auf dem neusten Stand zu halten. Zudem sollten regelmäßige Team-Meetings stattfinden, um sich über die aktuellen Geschehnisse auszutauschen.

Möglichkeiten der internen Kommunikation:

  • Mitarbeiterzeitschrift
  • Intranet
  • Team-Meetings
  • Interner Blog
  • Chat-/ Messaging-Tools
  • Tools für Mitarbeiterfeedback

Externe Kommunikation

Die Ansprache Ihrer Zielgruppen ist immer abhängig von der Thematik. Während Sie bei der Personalsuche nicht über Ihre Geschäftszahlen und -aussichten sprechen werden, sind diese Informationen wiederum für Shareholder interessant. Dementsprechend muss auch die Art der Kommunikation auf die jeweilige Situation zugeschnitten werden. Dazu gehört die Wahl der Ansprache: Wer wird geduzt, wer gesiezt? Wie sprechen Sie selbst von Ihrem Unternehmen – „die Firma“ oder „wir“? In welchem Stil erfolgt die Ansprache: Emotional und familiär oder sachlich und formell? Hierfür sollten Sie Regeln festlegen, die im Code of Conduct verankert werden können.

Neben der Frage nach dem Wie spielt die Wahl der Kommunikationsmittel eine wichtige Rolle. Corporate Communication wird auf vielen unterschiedlichen Kanälen angewendet: Im Print-Bereich, online, per E-Mail, in Telefonaten oder im persönlichen Gespräch. Sorgen Sie hier für eine einheitliche Kommunikationsrichtlinie, die Ihr Unternehmen auf allen Kontaktpunkten widerspiegelt. Auch sollten Sie Ihre Mitarbeiter eingehend dazu briefen. Maßnahmen wie Telefonschulungen oder ein kleiner Workshop zum Thema Gesprächsführung können dabei helfen.

Möglichkeiten der externen Kommunikation:

  • Printmedien
  • Website
  • Social Media
  • E-Mail
  • Pressetexte
  • Messeauftritte
  • Telefonate
  • Persönliche Gespräche

In puncto Öffentlichkeitsarbeit nimmt die Corporate Communication eine Sonderstellung ein. Inhalte, die publiziert werden sollen, sind Werbemaßnahmen, die – natürlich in angemessener und stilvoller Weise – Ihr Unternehmen ins beste Licht rücken sollen. Darauf ist in der Kommunikationssprache zu achten. Damit Ihr Schritt in die Öffentlichkeit nicht zum Sprung ins Fettnäpfchen wird, empfehlen wir Ihnen die Zusammenarbeit mit einer professionellen Marketingagentur, die Sie bei der Öffentlichkeitsarbeit und weiteren Werbemaßnahmen unterstützt.

Corporate Identity, Corporate Image, Corporate Philosophy: Was ist der Unterschied?

Corporate Identity = Selbstbild des Unternehmens

„Wie soll mein Unternehmen wahrgenommen werden?“

Corporate Image = Fremdbild des Unternehmens

„Wie wird mein Unternehmen von den Zielgruppen gesehen?“

Corporate Philosophy = Leitbild/Idealbild des Unternehmens

„Nach welchen Normen und Werten soll mein Unternehmen agieren?“

Employer Branding – Arbeitgebermarke als Identität

In den vergangenen Jahren hat sich das Thema Employer Branding immer stärker als Baustein der Corporate Identity herauskristallisiert. Und das hat gute Gründe: Fachkräftemangel und demografischer Wandel heizen den „War for Talents“ erheblich an. Der Arbeitsmarkt entwickelt sich immer mehr zu Gunsten des Arbeitnehmers. Wo früher viele Bewerber miteinander um die besten Stellen konkurrierten, sind es heute die Unternehmen, die sich um die Top-Kandidaten bewerben. Wer im Wettbewerb um die besten Fachkräfte bestehen will, muss ihnen zeigen, warum man selbst ein begehrenswerter Arbeitgeber ist.

Die Unternehmensidentität bildet die Grundlage für die Entwicklung der Arbeitgebermarke, denn aus ihr lassen sich die Vorteile und Mehrwerte ableiten, die Mitarbeitern geboten werden. Gleichzeitig stellt das Employer Branding bei der Personalsuche das Sprachrohr der CI dar, um diese Werte an die Kandidaten zu kommunizieren.

10 Tipps für Ihr Employer Branding

  1. Value Proposition optimieren: Alleinstellungsmerkmale, die Ihr Unternehmen von Wettbewerbern abheben (gem. der CI)
  2. Karrierewebsite und Social Media pflegen – idealerweise mittels eines Redaktionsplans
  3. Mitarbeiternetzwerk aufbauen: Schaffen Sie einen Ort für Ihre Mitarbeiter, um sich regelmäßig auszutauschen
  4. An Arbeitgeberrankings teilnehmen – erhalten Sie Feedback und Publicity
  5. Gewinnen Sie Ihre Mitarbeiter als Markenbotschafter
  6. Kreieren Sie attraktive, intelligent designte Stellenanzeigen
  7. Verbreitung der Anzeigen auf geeigneten Portalen – Multi-Channel-Posting
  8. Schaffen Sie eine positive Candidate Experience
  9. Controlling des Employer Branding – Wirksamkeit der Maßnahmen überprüfen
  10. Authentisch kommunizieren: Zeigen Sie Ihre wahre Identität

Authentisch ist „the way to go“

Um den Firmenauftritt so authentisch wie möglich zu gestalten, müssen Identität und Image übereinstimmen. Wer Bewerbern ein familiäres Arbeitsumfeld mit vielen Sozialleistungen verspricht, in Wahrheit aber nur heiße Luft zu bieten hat, sorgt für Unzufriedenheit – und das spricht sich herum. Spätestens dann, wenn enttäuschte Mitarbeiter auf Plattformen wie kununu negative Bewertungen hinterlassen. Dass ein solches Verhalten nicht nur dem Image, sondern auch der Stimmung innerhalb des Unternehmens schadet ist selbsterklärend.

Also: Leisten Sie zuerst die interne Vorarbeit, bevor Sie falsche Versprechungen machen! Denn nur wenn das Selbstbild und das Fremdbild Ihres Unternehmens übereinstimmen, kann daraus eine authentische Arbeitgebermarke entstehen.

Ihr Weg zur Corporate Identity – Step by Step

Der Weg zur Corporate Identity, Schritt für Schritt.

Zurück zu den Wurzeln

Gehen wir einmal davon aus, dass Sie sich bei der Geschäftsgründung ernsthafte Gedanken gemacht haben. Dann sollten Sie in der Lage sein, folgende Fragen zu beantworten: Was war Ihre Gründungsmotivation? Welche Vision lag ihr zugrunde? Wie haben Sie sich die Entwicklung Ihres Unternehmens vorgestellt? Verlieren Sie die Antworten auf diese Fragen nie aus den Augen, um Ihre ursprünglichen Pläne und Ihre Motivation lebendig zu halten. Das ist Ihr Fundament für eine erfolgreiche Weiterentwicklung.

Leitsatz: Manchmal müssen Sie zurückblicken, um voranzukommen.

Bestandsaufnahme

Analysieren Sie, wo Sie stehen, bevor es Richtung Zukunft geht. Dafür ist eine kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Unternehmen nötig. Was denken Ihre Kunden über die Firma? Was denken die Angestellten? Welchen Eindruck vermitteln die bisher genutzten Kommunikationswege? Sammeln Sie positives und negatives Feedback, um verschiedene Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung zu haben.

Leitsatz: Prüfen Sie, wo Sie heute stehen, bevor Sie überlegen, wohin Sie möchten.

Was macht der Wettbewerb?

Die Corporate Identity dient dazu, Ihr Unternehmen vom Wettbewerb abzuheben. Damit dies gelingt, müssen Sie sich erst einmal damit beschäftigen, was Ihre Konkurrenz eigentlich auszeichnet. Was gefällt Ihnen am Wettbewerb – was machen Sie besser? Was macht einige Marken erfolgreich, was sorgt für Misserfolg? Welche CI lässt sich bei Ihren Wettbewerbern erkennen? Aus der Beantwortung dieser Fragen können Sie die Unterschiedsformel Ihrer Firma ableiten und eine Unternehmensidentität schaffen.

Leitsatz: Schauen Sie über Ihr Unternehmen hinaus, um Ihre Besonderheit zu finden.

Wo soll’s hingehen?

Es sollte Ihr Ziel sein eine Corporate Identity zu entwickeln, die auch in Zukunft zu Ihnen passt und nicht jedes Jahr von Grund auf verändert werden muss. Denken Sie daher darüber nach, wo Ihr Unternehmen in beispielsweise fünf Jahren sein soll. Wie werden das Team und die interne Struktur aussehen? Welche Services und Produkte sollen angeboten werden? Der Blick in die Zukunft hilft Ihnen dabei eine CI zu entwickeln, die heute und noch in ein paar Jahren relevant ist.

Leitsatz: Eine klare Version ist die Voraussetzung für nachhaltiges Handeln.

Corporate Identity implementieren

Die Identität Ihres Unternehmens steht fest – zumindest in der Theorie. Denn auch das beste Konzept ist zwecklos, wenn es innerhalb der Firma nicht umgesetzt wird. Umfragen haben ergeben, dass die interne Akzeptanz die größte Herausforderung bei der CI-Entwicklung ist, gefolgt von der Implementierung. Achten Sie also darauf, dass Sie Ihre Mitarbeiter mitnehmen und einbinden, um sicherzustellen, dass sie sich mit der entwickelten Strategie identifizieren. Nur so können sie zu authentischen Markenbotschaftern werden.

Probleme bei der Corporate Identity-Entwicklung.

Quelle: Statista

Leitsatz: Integrieren Sie Ihre Mitarbeiter in den Umsetzungsprozess.